| Golden Track Awards

Karsten Warholm und Sifan Hassan sind Europas "Leichtathleten des Jahres"

Der europäische Leichtathletikverband European Athletics hat am Samstagabend seinen "Leichtathleten" und seine "Leichtathletin des Jahres" gekürt. Bei den Männern nahm 400-Meter-Hürden-Weltrekordler Karsten Warholm wie bereits 2019 die Trophäe entgegen, bei den Frauen wurde die zweifache Olympiasiegerin Sifan Hassan ausgezeichnet. Die "Rising Star Awards" gingen an Frankreichs Hürden-Talent Sasha Zhoya und 400-Meter-Hürden-Shootingstar Femke Bol.
Svenja Sapper

Europas "Leichtathlet des Jahres" heißt wie bereits 2019 Karsten Warholm: Der Norweger wurde am Samstagabend in Lausanne (Schweiz) bei den "Golden Track Awards" für seine zwei Weltrekorde über 400 Meter Hürden ausgezeichnet. Der frisch gewählte neue Präsident des europäischen Leichtathletikverbandes Dobromir Karamarinov überreichte dem Olympiasieger von Tokio (Japan) die Trophäe. Warholm hatte sich bei der Wahl gegen die zwei weiteren Finalisten, Stabhochsprung-Star Armand Duplantis (Schweden) und 100-Meter-Olympiasieger Lamont Marcell Jacobs aus Italien, durchgesetzt.

"Es ist ein neues Level, also nehme ich es an. Ich denke, meine Zeit war ganz gut!", scherzte der Gewinner mit Moderator Andy Kay über sein olympisches Finale in Tokio, als er seinen eigenen Weltrekord pulverisiert und auf 45,94 Sekunden verbessert hatte.

Europas "Leichtathletin des Jahres" Sifan Hassan (Niederlande), die über 5.000 und 10.000 Meter Olympiagold gewonnen und über 1.500 Meter Bronze geholt hatte, konnte ihren Preis nicht persönlich abholen; die Europarekordlerin über alle drei Strecken wurde vom Präsidenten des niederländischen Leichtathletikverbandes vertreten. Hochsprung-Olympiasiegerin Mariya Lasitskene, die unter neutraler Flagge startet, und Hammerwerferin Anita Wlodarczyk (Polen) hatten es ebenfalls in die Endauswahl geschafft.

Nachwuchspreise für Zhoya und Bol

Auch der "Rising Star Award" ging bei den Frauen an die Niederlande: Femke Bol, die bei den Olympischen Spielen mit der viertschnellsten je gelaufenen Zeit und Europarekord Bronze über 400 Meter Hürden gewonnen hatte, wurde für ihre außergewöhnlichen Leistungen in dieser Saison geehrt. "Ihre Leistungen sind inspirierend", sagte Bol über ihre Weltklasse-Konkurrenz aus den USA, Weltrekordlerin Sydney McLaughlin und die Olympia-Zweite Dalilah Muhammad. "Manchmal kann ich meine Zeit [den Europarekord] immer noch nicht glauben."

Der Nachwuchspreis bei den Männern ging an Hürdensprinter Sasha Zhoya aus Frankreich: Der vielseitig talentierte 19-Jährige triumphierte bei den U20-Welt- und Europameisterschaften über 110 Meter Hürden und stellte in 12,72 Sekunden einen U20-Weltrekord über die 99 Zentimeter hohen Hürden der U20 auf. "Ich habe den Weltrekord schon lange gejagt", erklärte er Weitspringerin Jazmin Sawyers (Großbritannien) und der zurückgetretenen Schweizerin Lea Sprunger, die als Co-Moderatorinnen fungierten. "Ich freue mich, nächstes Jahr gegen die Besten der Besten antreten zu dürfen."

"We can be heroes, just for one day"

Neben den Auszeichnungen für die Athletinnen und Athleten vergab European Athletics drei weitere Preise: den Women Leadership Award an Frauen in sportlichen Führungspositionen, den Members Federation Award sowie den Coaching Award für die besten Trainerinnen und Trainer. Zudem erhielt die Olympia-Zweite im Speerwurf Maria Andrejczyk den "European Athletics Community Award" als besondere Auszeichnung: Die Polin hatte ihre Olympiamedaille versteigert, um einem schwer herzkranken Baby eine lebensrettende Operation zu ermöglichen.

Musikalisch untermalt wurde die Preisverleihung unter anderem mit dem Song "Heroes" von David Bowie, während dessen Darbietung die Leistungen aller europäischen Olympiasiegerinnen und Olympiasieger von Tokio mit einer Bildergalerie gewürdigt wurden.

 

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