Am Samstag fallen bei der Jugend-Hallen-DM in Sindelfingen vier Entscheidungen in der männlichen Jugend. Hier lesen Sie von Disziplin zu Disziplin, wer sich im Kampf um die Titel durchsetzt.
60 Meter
Start: 18:35 Uhr
60 Meter Hürden
Start: 18:05 Uhr
Stabhochsprung
Packender Krimi zwischen Ben Duwenbeck und Nikolas Tietze
Einen hochkarätigen Wettkampf lieferten die Stabhochspringer ab. Nach mehr als zweieinhalb Stunden stand der neue U20-Hallenmeister fest. Entscheiden sollte sich der Zweikampf zwischen EYOF-Starter Nikolas Tietze (SV Halle) und Ben Duwenbeck (LG Olympia Dortmund), die zu neuen Höhenflügen ansetzten und den Zuschauern eine packende Flugshow boten. Eingestiegen war der Dortmunder – bis dato viertbester deutscher U20-Stabhochspringer – bei 4,55 Metern. Er meisterte Höhe um Höhe bis einschließlich 4,90 Meter ohne Problemen. Erst bei 5,00 Metern leistete er sich zwei Fehlversuche, ehe ihn der dritte Versuch die Erlösung brachte.
Als Jahresbester startete Nikolas Tietze, der als letzter der zwölf Athleten bei 4,80 Metern einstieg. Die nachfolgende Höhe ließ er aus, die 5,00 Meter offenbarten reichlich Potenzial für noch größeren Höhen. Beide ließen die 5,05 Meter aus, nahmen die nachfolgende Höhe von 5,10 Metern in Angriff. Diese Höhe gelang Ben Duwenbeck gleich im ersten Versuch, Nikolas Tietze benötigte drei Versuche. Die 5,15 Meter ließ er dann wieder aus, während Ben Duwenbeck diese Höhe im zweiten Versuch eindrucksvoll meisterte. Die Höhenjagd sollte für beide bei 5,20 Metern enden. Ben Duwenbeck nahm mit neuem Hausrekord von 5,15 Metern den Hallentitel mit. Zweiter wurde Nikolas Tietze – ebenfalls mit neuem Hausrekord von 5,10 Metern. Der Drittplatzierte Ben Silas Kribelbauer (LAZ Zweibrücken) stellte seine Bestmarke von 5,00 Metern ein.
Ben Duwenbeck sagte: „Der Titelgewinn fühlt sich schon richtig geil an. Ich bin letztes Jahr schon fünf Meter gesprungen und hatte danach eine schweres Jahr mit vielen Verletzungen. Jetzt bin ich wieder rechtzeitig in Form gekommen. Ich habe gewusst, es geht einiges, aber so gut, das hat mich schon überrascht. Ich wusste, dass ich gut drauf bin. Dass ich 5,15 Meter überspringe, das hätte ich nicht gedacht. Bei 5,20 Meter war dann einfach die Luft raus, aber das bewahre ich mir für den Sommer auf. Ich finde es richtig cool mit dem Jungs, wir haben eine breite Spitze. Es macht einfach richtig Spaß mit den Jungs, die Wettkämpfe zu bestreiten.“
Auch Nikolas Tietze war zufrieden: „Für die Halle ist das ein sehr gutes Ergebnis. Natürlich habe ich auf etwas mehr gehofft, das Training lief in den letzten Wochen ganz gut. Das ist die Halle, aber was zählt, ist draußen. Nach unserer Erfahrung habe ich einzelne Höhen ausgelassen, was wir wissen und bei mir funktioniert. Vielleicht kann ich nicht ganz so viele Sprünge machen, dafür sind die dann qualitativ besser. Bei 5,20 Metern hatte ich zweimal Probleme beim Anlaufen, da hat der Rhythmus noch nicht ganz gestimmt. Ich bin auch erst seit zwei Wochen bei diesem Anlauf, das ist alles noch ausbaufähig. Beim letzten Versuch hatte ich einen guten Rhythmus gehabt, aber ein bisschen zu viel gewollt und war zu dicht an der Latte gewesen.“
Dreisprung
Start: 17:40 Uhr