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Torun Tag 1 | Youngster Jordan Anthony auf dem Sprint-Thron

© Adam Nurkiewicz for World Athletics
Der erste Tag der Hallen-WM in Torun ist mit einem pfeilschnellen 60-Meter-Finale zu Ende gegangen. Es siegte in Weltjahresbestzeit der erst 21 Jahre alte US-Amerikaner Jordan Anthony. Als einziger von vier angetretenen Titelverteidigern war Dreispringer Andy Diaz Hernandez erfolgreich. Aus deutscher Sicht gab es am Freitag zwei Top-Acht-Platzierungen.
Svenja Sapper

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Die Sprinter hatten am Freitag bei der Hallen-WM in Torun (Polen) ein straffes Programm zu absolvieren: Auf die Vorläufe am Vormittag folgten abends erst die Halbfinals und eine Stunde später, zum Abschluss des ersten Tages, das 60-Meter-Finale. Nachdem im Halbfinale Trayvon Bromell (USA) mit 6,42 Sekunden eine neue Weltjahresbestleistung vorgelegt hatte, zog später ein junger Landsmann nach: Jordan Anthony, erst 21 Jahre alt und mit 6,43 Sekunden als Jahresschnellster angereist, stürmte in 6,41 Sekunden zum Titel und holte sich die Jahresbestzeit zurück. 

Mit der besten Reaktionszeit im Feld verschaffte sich der Youngster früh einen Vorteil und konnte den Vorsprung bis ins Ziel behaupten. Dahinter mussten die Tausendstel entscheiden – zugunsten des WM- und Olympia-Zweiten aus Jamaika Kishane Thompson (6,45 sec), der seine Silber-Serie fortsetzte. Mit 6,447 Sekunden lag er eine Tausendstelsekunde vor Trayvon Bromell. Titelverteidiger Jeremiah Azu (Großbritannien), der in seinem Halbfinale den walisischen Rekord auf 6,45 Sekunden gesteigert hatte, musste sich trotz der nächsten starken Zeit von 6,46 Sekunden mit Rang vier begnügen. 

Mehr Erfolg bei der Mission Titelverteidigung hatte Andy Diaz Hernandez (Italien). Der Dreispringer, der vor der Hallen-WM nur einen Wettkampf in diesem Winter bestritten hatte, machte gleich im ersten Versuch mit Weltjahresbestleistung von 17,47 Metern Gold klar. Silber ging mit 17,33 Metern an den Jamaikaner Jordan Scott, Bronze errang mit einer bemerkenswerten Serie von fünf Sprüngen zwischen 17,17 und 17,30 Metern Yasser Mohamed Triki aus Algerien. 

Yemisi Ogunleye und Imke Onnen in den Top Acht

Für die beste deutsche Platzierung am ersten Tag der Hallen-WM sorgte Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim). Die Olympiasiegerin landete mit 19,46 Metern auf Rang fünf. Den einzigen 20-Meter-Stoß zeigte Chase Jackson aus den USA, die im Vorfeld zu den Favoritinnen gezählt hatte. Mit 20,14 Metern entthronte sie Sarah Mitton aus Kanada (19,78 m), die zuvor zweimal bei Hallen-Weltmeisterschaften triumphiert hatte. Bronze holte die Schwedin Axelina Johansson mit Landesrekord von 19,75 Metern, die zweite DLV-Starterin Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge; 18,56 m) wurde Zehnte. 

Imke Onnen (Cologne Athletics) belegte im Hochsprung Platz acht. 1,89 Meter meisterte die Deutsche Hallenmeisterin noch problemlos, die Saisonbestleistung von 1,93 Metern war dann zu hoch. Ihren zweiten Hallen-WM-Titel nach 2022 bejubelte Weltrekordlerin Yaroslava Mahuchikh (Ukraine), die als Einzige 2,01 Meter schaffte. Titelverteidigerin Nicola Olyslagers (Australien), die bis zur Höhe von 1,99 Metern fehlerfrei geblieben war, teilte sich mit den höhengleichen Angelina Topic (Serbien) und Yuliya Levchenko (Ukraine) Silber. 

Ehammer und Garland im Siebenkampf auf Kurs

Im Siebenkampf liegen nach vier Disziplinen die beiden großen Favoriten Simon Ehammer (Schweiz; 3.698 pt) und Kyle Garland (USA; 3.660 pt) an der Spitze. Am Samstag bahnt sich zwischen den beiden ein spannender Showdown um Gold an, beide sind auf Kurs für Punktzahlen jenseits der 6.500 Punkte. Manuel Eitel (SSV Ulm 1846), der unverhofft ins Starterfeld gerückt war, rangiert nach einem soliden ersten Tag auf Platz acht (3.287 pt).

Für die deutschen Mittelstreckler bleibt es leider bei einem Auftritt in Torun. Sowohl Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) und Nele Weßel (Königsteiner LV) über 1.500 als auch Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen) und Malik Skupin-Alfa (LG Offenburg) über 800 Meter verpassten am Freitag den Einzug in die nächste Runde. 

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