| Nach Gehirn-Schädigung

15 Minuten für 200 Meter: Michael Johnson kämpft sich ins Leben zurück

Der frühere 200- und 400-Meter-Weltrekordler Michael Johnson kämpft sich nach seiner schwerwiegenden Durchblutungsstörung des Gehirns ins Leben zurück. Wie der 51-Jährige im Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph" berichtete, lernt er derzeit das Laufen in einer Klinik in Los Angeles.
SID

Seine einstige Paradestrecke über 200 Meter spulte der frühere Weltrekordler Michael Johnson 1996 in Atlanta (USA) in 19,32 Sekunden ab. Rund zwei Monate nach seiner Transitorischen Ischämischen Attacke (TIA) benötigt der heute 51 Jahre alte US-Amerikaner zurzeit 15 Minuten dafür. Davon lässt er sich aber nicht entmutigen. "Ich sagte zu meiner Frau: 'Ich werde mich schneller erholen als jeder andere zuvor.'"

Anfangs sei der viermalige Olympiasieger "sehr wütend" gewesen, weil er bewusst gesund lebe. "Ich hatte auch keine Vorgeschichte, rauche nicht, esse kein Fastfood", sagte er. Seine Krankheit will Johnson nun mit seiner enormen Willensstärke bekämpfen.

Michael Johnson, der mit Abstand beste Langsprinter der 90er, hatte im September die Durchblutungsstörung erlitten. Seinen Rekord über 200 Meter behielt er bis 2008, als Usain Bolt (Jamaika) in Peking (China) in 19,30 Sekunden zu olympischem Gold sprintete. Über 400 Meter musste Johnson seinen 17 Jahre währenden Weltrekord von 43,18 Sekunden im Jahr 2016 an Wayde van Niekerk (Südafrika; 43,03 sec) abgeben.

Quelle: Sport-Informations-Dienst (SID)

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