| Neapel Tag 3

Christina Hering wird zum Silber-Girl bei der Universiade

Am Mittwoch, dem dritten Wettkampftag der Leichtathleten bei der 30. Sommer-Universiade in Neapel, hat Christina Hering dem deutschen Team die nächste Medaille beschert. Die Münchenerin lief in einem starken 800-Meter-Rennen zu Silber.
Alexandra Dersch

Laufen mit Köpfchen: Nach dieser Devise trumpfte Christina Hering (LG Stadtwerke München) am Mittwochabend bei der Universiade in Neapel (Italien; 3. bis 14. Juli) groß auf. Nachdem die mehrmalige Deutsche Meisterin sich das Rennen in der ersten Runde noch vom hinteren Teil des Feldes angeschaut hatte, schob sich die 24-Jährige auf den zweiten 400 Metern Stück für Stück nach vorne und packte auf der letzten Gegengerade einen harten Antritt aus.

Eine Attacke, die nur Favoritin Catriona Bisset (Australien) mitgehen konnte und gar in der Kurve konterte. Christina Hering lief in 2:01,87 Minuten zu Silber hinter der Australierin, die in 2:01,20 Minuten ins Ziel kam.

Joshua Abuaku über die Zeit ins Finale

Im 400-Meter-Hürdenfinale liefen Djamila Böhm und Christine Salterberg (beide LT DSHS Köln) als Sechste (57,59 sec) beziehungsweise Siebte (58,12 sec) ins Ziel. An der Spitze dominierte Favoritin Ayomide Folorunso (Italien), die ihren Titel von Taipeh (Taiwan) 2017 erfolgreich in 54,75 Sekunden verteidigte. Es ist die zweitschnellste Zeit, die eine Europäerin in diesem Sommer bislang anbieten konnte.

Joshua Abuaku (LG Eintracht Frankfurt) zog über die 400 Meter Hürden der Männer über die Zeitregelung in 50,24 Sekunden ins Finale ein, das am Donnerstag ausgetragen wird.

Lisa-Marie Kwayie mit Bestzeit

Beflügelt von ihrer Bronzemedaille über 100 Meter zeigte sich Lisa-Marie Kwayie (Neuköllner SF). Über 200 Meter lieferte die Berlinerin in 23,13 Sekunden die schnellste Zeit der Vorläufe ab und stellte zudem eine neue persönliche Bestleistung auf. Souverän buchte auch Jessica-Bianca Wessolly (MTG Mannheim) das Ticket für die Halbfinals. In 23,28 Sekunden gewann die Deutsche Meisterin ihren Vorlauf.

Im Finale steht Stabhochspringer Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen). Der ehemalige Zehnkämpfer qualifizierte sich problemlos mit übersprungenen 5,25 Metern für den Endkampf am Freitagabend (12. Juli, 18 Uhr).

Marius Probst verletzt

Das Finale absagen musste dagegen 1.500-Meter-Läufer Marius Probst. Der Wattenscheider hat sich am Fuß verletzt. „Im Moment ist an Laufen nicht zu denken. Ich bin hier aber in intensiver und sehr guter Behandlung. Die Saison habe ich noch lange nicht abgeschrieben“, teilte er via Pressemitteilung seines Vereins mit.

Im Dreisprung holte sich Hallen-Europameister Nazim Babayev (Aserbeidschan) mit 16,89 Metern souverän die Goldmedaille ab. Im Hochsprung setzte sich der Bulgare Tihomir Ivanov mit 2,30 Metern durch. Einen Doppelerfolg für Mexiko gab es über 400 Meter. Bei den Frauen siegte Paola Moran Errejon in 51,52 Sekunden, bei den Männern setze sich ihr Landsmann Valente Mendoza Falcon in 45,63 Sekunden durch.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer <link ergebnisse wettkampf-resultate>Ergebnisrubrik…

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