| Jugend-Mehrkampf-DM

Leverkusen Tag 2 | U20: Leonie Kroter und Leon-Joel Clair nicht zu stoppen

© Iris Hensel
Bestleistung im Weitsprung und über 800 Meter, zwischendurch ein starker Speerwurf. Mit einem tollen zweiten Tag schnappte sich Leonie Kroter den DM-Titel in Leverkusen. Pech hatte hingegen die zur „Halbzeit“ im U20-Siebenkampf führende Elenor Servatius. Der Titel im U20-Zehnkampf ging an Leon-Joel Clair, der aber trotzdem nicht rundum zufrieden war.
Martin Neumann

Mit einem starken zweiten Tag hat sich Leonie Kroter (DJK SG Wasseralfingen) am Samstag in Leverkusen den U20-DM-Titel im Siebenkampf gesichert. Nach Platz zwei zur „Halbzeit“ startete sie optimal in den Tag. Mit 5,71 Metern flog sie weiter als jemals zuvor. Noch besser lief es für Elenor Servatius (Athletic-Team Wittlich). Die Führende nach Tag eins und starke Weitspringerin flog bis auf 5,86 Meter und baute ihren Vorsprung in der Gesamtwertung damit auf 50 Punkte aus.

Den Führungswechsel gab’s am Samstagmittag in der sechsten Disziplin. Da spielte die 42-Meter-Werferin Leonie Kroter ihre Speerwurf-Stärke aus und nahm 39,03 Metern Elenor Servatius dreieinhalb Meter oder fast 80 Punkte ab. Vor den abschließenden 800 Metern wuchs der Vorsprung für die Württembergerin auf ihre engste Verfolgerin noch weiter an. Denn Elenor Servatius konnte zur siebten Disziplin nicht mehr antreten.

DM-Gold mit 800-Meter-Bestzeit veredelt

Die zwei Stadionrunden beendete die Deutsche U20-Meisterin standesgemäß mit einem Sieg. In 2:18,48 Minuten blieb Leonie Kroter erstmals in ihrer Kariere und als einzige U20-Siebenkämpferin in Leverkusen unter 2:20 Minuten. So gingen für sie in der Endabrechnung 5.477 Punkte ein. Nur bei Platz sechs bei der DM Anfang August in Dresden war die 19-Jährige mit 5.553 Punkten besser.

Silber ging mit 5.354 Punkten und neuer Bestleistung an Maria Schnemilich (1. LAV Rostock). Speziell im Weitsprung (5,76 m) und im Speerwurf (40,72 m) sammelte sie viele Punkte. Die Rostockerin gehört wie Bronzemedaillengewinnerin Hannah Schwind (PSV Trier; 5.128 pt.) noch dem jüngeren U20-Jahrgang an. Speziell im Speerwurf (28,21 m in Leverkusen) besteht für die Triererin noch enormes Potenzial für eine größere Punkteausbeute.

Leon-Joel Clair macht Start-Ziel-Sieg perfekt

Nur drei Wochen nach der U20-EM in Tampere (Finnland) zeigte sich Leon-Joel Clair (SV Halle) bestens erholt. Der 19-Jährige vollendete nach einem starken ersten Tag am Samstag einen tollen Zehnkampf und steigerte als Deutscher Meister mit 7.597 Punkten seine Bestleistung aus Tampere, als er Achter geworden war, noch einmal um 50 Punkte. Gern hätte er allerdings die 7.600-Punkte-Marken übertroffen.

Den Grundstein dafür hatte der Hallenser bereits am ersten Tag gelegt, beispielsweise mit der neuen 100-Meter-Bestzeit von 10,86 Sekunden. Bei den Disziplinen sechs bis zehn reichten ihm stabile Resultate für den souveränen Gesamtsieg. Potenzial besteht für Leon-Joel Clair im Speerwurf. Das 800-Gramm-Gerät wollte in Leverkusen nur 41,66 Meter weit fliegen, der 1,75-Kilo-Diskus segelte auf 43,30 Meter und damit ein gutes Stück weiter.

Carl Wiegand überzeugt mit starken Sprungergebnissen

Rang zwei sicherte sich genauso souverän Carl Wiegand (Eintracht Frankfurt). Der 18-Jährige kam mit 7.360 Zählern zwar nicht ganz an seinen Hausrekord heran, doch speziell in den Sprungdisziplinen zeigte der Frankfurter starke Ergebnisse. Im Weitsprung landete Carl Wiegand bei 7,15 Metern und damit bei einer neuen Bestleistung. Im Hochsprung meisterte er 2,01 Meter – nur ein Zentimeter unter Bestleistung.

Bronze blieb in Leverkusen: Lokalmatador Noah Conan Scharl schnappte sich mit 7.147 Punkten den dritten Podestplatz. Ihm fehlten vor heimischer Kulisse 71 Zähler zum Hausrekord. Viele Punkte machte der DM-Dritte im Stabhochsprung (4,60 m) und im Speerwurf (55,70 m) auf die Konkurrenz gut.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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